I scream. You porn.

(Ein Selbstunbefriedigungsversuch.)

Dass ich mich bis anhin noch nicht ins DuPorno-Land verirrt habe hat weniger mit Prüderie als vielmehr mit meiner grundsätzlichen Aversion gegen Filmli, die ich nicht selbst verantworte, zu tun. Gilt also auch für die Clips, die Ihr mir auf mein Facebook-Profil appliziert. Und natürlich für die DuRöhre, Urmutter aller autodidaktischen Stars&Sternchen, Bildräuber und Regisseure.

Auf Suzys Anregung (muss die Gurke beim dritten Pimms gewesen sein), stelle ich mich dem nun. Abendfüllend und auf Nachtreize hoffend.

DuPorno ist Besitztum von Lord Sam Anonymus, DuRöhre (natürlich) Adoptivkind des Buntebuchstaben-Imperiums (gewinnt deshalb im Buntebuchstabenfight um Faktor 100). DuRöhre zeichnet gemäss Expertise für 10 Prozent des gesamten iDatenverkehrs verantwortlich. Frau weiss aber: Sex sells. Und wenn’s Saftiges nur auf DuPorno gibt, könnte die Site der DuRöhre bald den Rang ablaufen; bereits hat sie’s nämlich auf der Weltrangliste der meistgeklickten Websites auf Platz 32 geschafft.

But: Let’s get physical.

Startseitenvergleich: DuRöhre im propernetten Weiss, DuPorno in sündigem Schwarz. Explizit pornographische Löchli lächeln mir ins Gesicht, bestens verschlagwortet: «Anal Creampie», oder, wenn auch weniger anmächelig, «Old is Gold» und «Thick cum on hot tits», da passt mir schon le Zizi auf dem Startbild nicht. Die Schau beginnt. Ich zieh mir «amateur ex girlfriend fucking» rein, und hoff auf Aufklärung bezüglich des Bezugswortes von ‹Amateur›. Als Konkurrenz wähl ich – ebenfalls ab Startseite (‹Most Active Videos›) «Hamilton & Raikonen» [sic!]. Dass es hier voll abgehen wird, ist Programm, Homophilie ist trendy.

DuRöhre zuerst. 2:49 Minuten. Sprache: Babylonisch. Hektisch, zutiefst erregte Männerstimme, laufend lauter und schneller werdend, viele schtiös und gjös, dann, plötzlich, weibliche Klänge, ebenfalls klimatischem Kreischen nah, selbstlautarm und reich an r vor und auf b, weiss nicht, ob die Exaltation die Vokale frisst, oder wir bei «Ljubljana Live am Abendsky» sind. Im Bild: Wildes Balzgehabe von Räikkönen und Hamilton, bis zum Hals versenkt im Männerfetisch aus rot gespritztem Metall mit aphrodisierend kontrastierendem schwarzen Gummi. Der Mann hat das Ruder in der Hand. Da schaltet sich die Fistelstimme aus dem Off zu, heftigst geht es nun zu und her, zumindest soweit ich verstehe, was ich sehe, fremd sind mir diese Taktiken und Positionswechsel. Hamilton nimmt Räikkönen von hinten! Dann sind sie in der Parallel-Löffelstellung, bevor sich Räikkönen an Hamiltons Arsch festsaugt. Sie holen das Letzte aus sich raus. Steigerungslauf der Stimmen aus dem Hintergrund, dann, plötzlich, (Lust-)Tropfen auf der Kameralinse. Aber die beiden ziehen’s noch eine Runde weiter, es wird geritten, was das Zeug hält, die ganzen Pferde explodieren unter der Hose äh Haube. Plötzlich ein vorne auf Stoss-Stangen-Spanking lauernder dritter Player im fancy Silberdress! Gnadenlos wird er von der harten Spielwiese gedrängt, aber dann kommen weitere dazu, wir sind mitten in einem Gang Bang der ganz toughen Sorte. Dann zeigt Ferrari seine Potenz und drückt ab. Räikkönen bumst!
– voll in die Wand.

Fertig luschtig. Wow, ich bin schweissgebadet.

Der andere Clip: Satte 20 Minuten 48 Sekunden. Sprache: anglikanisch, stark reduziertes Vokabular. Ein scheu in die Kamera schauendes Blondchen sich bis auf Hömmli und Hösli ausgezogen – muss sie ganz alleine bleiben? – ach nein, da klettert schon der Ex (?) Amateur (?) fudiblutt obendrauf und zack sind wir (er vor allem) mittendrin im Missionarsspass (ich harre schon der Teebeuteltechnik in actio!)  Knutsch-knutsch und das Händchen im Slip, selbigen ausziehend, die wohlgeformten Beinchen verbreitert und das Zünglein an der Waage. Offensichtlich logistisch komplex mit der Kamera, die will auf dem Stativ die Augen nicht am rechten Ort haben, konstatiert sein prüfender Rück-Blick, also wird sie gaaanz in nahe rangerückt. Nur: wo’s naturgemäss eher dunkel ist, bringt’s schlicht nix. Ein schwarzes Loch. Eindrucksvoll. Aber das Mädchen macht dafür ein-zwei Tönlein im Hintergrund. Dann ist auch sie splittrig, aber jetzt ist, scheisse, ganz Sense wegen einer dreiminütigen Bildstörung. (Amateur!). Ah voilà, da ist er wieder, aber der hat da was im Steissbeinbereich, einen braunen Fleck oder Dreck, der hüpft wie die Hoden auf und ab. Rammeltechnik, gähn, aber ihr scheint es zu behagen, hau den Lukas, denk ich, der Fuss baumelt im Takt über seinem Oberschenkel. «Come» grunz-grunz und auf steht er und macht irgendwas aber ich seh nur seinen weissen Arsch. …was ist jetzt? Ach, wohl nur eine Zwischen-uiuiui-Phase, er will ja schliesslich nicht schon jetzt ablosen. Auf und ab und auf und ab und auf und ab, Gummi hab ich hier keinen gesehen, dafür einen grauen Plastik-Vorhang hinten, vor der Kiefertäfer-Wand und neben dem weissen Draht-Rollgestell. Das Mädchen kommt eventuell, es kneift jedenfalls in das schwarzbraune Ding am Rücken.

Kamerawechsel. Side shot, Américaine. Endlich wird das Blondie mal gekehrt, immerhin schon Halbzeit. «O my god» wiederholt sie glaubwürdig, als hätte sie ihn gesehen, mitten im Federnest. Farbenflimmern vermiest mir wieder das Vergnügen. Jetzt will sie, dass er aufhört, er aber nicht, obwohl sie schon ganz erschöpft «Ohbabitte» sagt und dann weiterbetet. «Oh baby» wird zu «go baby», sie bewegt nicht mal mehr ansatzweise das Becken mit sondern vergräbt sich ganz im Kissen. Hilft nix. Neue Taktik: «Baby come-on fuck me» und ein (verhältnismässiger) Heiden-Lärm scheinen ihn etwas zu beschleunigen. Endlich sieht man mal mehr, nämlich den Schatten seiner dichten, bis zum Nabel wuchernden Schambehaarung, unglaublich was der Mann schlecht UND ineffizient ist, den hätt ich auch dismissed. Endlich hat auch er Gott gesichtet und bricht darob auf ihrem Rücken zusammen. Seine letzte Amtshandlung gilt der Kamera. Danke.

Ich brauche ein Pralinato. Und einen Grappa.

Eins zu Doppelnull für DuRöhre. (Nebenbei: F1 und Co. gehören für mich zu den meistgehassten Autistenhobbies.)
Fazit: Wenn Du schon lausigen Sex hast, dann bitte Pfoten weg vom Rec-Button. Und: Ich zahle nach wie vor gern für Qualitätsbilder.

«amateur_soffie_fucking_again_and_taking_load» ist auch dann wenig empfehlenswert, wenn man vor lauter Langeweile schon im Sarg liegt. Das weibliche Dings bräuchte eine Zahnkorrektur. Und gefälligst einen Einkaufs-Assistenten in der Lingerie-Abteilung.

Dritter Versuch. Ich füttere DuPornos Suchmaschine. ‹Apocalypse›. No matches found. ‹Häschen›. No matches found.
Andersrum. Ich geb «amateur ex girflfriend» bei DuRöhre ein. Ein paar Treffer: bei «Ex-girlfriend webcam video» bestätige ich meine Adultessenz, bevor eine 17jährige im Tanga mit einem Stuhl tanzen darf, während im Hintergrund die Hauskatze durch die Stube tappst. Süsser Hintern, immerhin, wenn auch ein Mismatch mit den Clown-Kniesocken. Nach einer Minute hab ich die Message raus, das Gehopse und Geschwinge dauert noch 3:59 Minuten an. Kaum nackte Haut – feel the difference!

Gegenversuch: Was macht DuPorno mit ‹Hamilton›?
«EX Slut Lindsay Hamilton».
Das möchtet Ihr nicht sehen.

Ich schwör’s.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Life, Sex, Relaltionships & Stuff

4 Antworten zu “I scream. You porn.

  1. hm- irgendwie anders! :::-)

    hab selten dermassen subjektiv pornos genossen, fürchterlich –
    und das sagt einer – wir seine die rationellen 😉

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    | Dani Tonet’s Weblog” reveals that you truly fully understand just what exactly u are speaking about! I completely agree with your blog. Thanks a lot -Christopher

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