Monatsarchiv: November 2008

Mehr davon.

Blog 15

Neulich beim Pastis mit Sissy. Sieht danach aus, als wär sie demnächst wieder in festen Händen (obwohl, ob der Sprenzel Patric richtig an- und zupacken kann, ist ziemlich zweifelhaft). Nicht deswegen aber ist sich Sissy der Sache nicht sicher. Sondern, weil ihre Libido in der ‹committeten› Form der Partnerschaft nach einem Jahr maximal nach einem anderen Genkonglomerat resp. anderen Handauflegern schreit – und sie diesem Ruf früher oder später nachzugeben gezwungen ist.

Dass die Lustkurve vieler Frauen in Beziehungen, je ‚fester’ diese eben werden, desto steiler fallen, ist hinlänglich bekannt. Nicht, dass Männer deshalb weniger fremdspazieren. Sie sind aber doch allzeit bereit, auch bei der eigenen Partnerin in die Bresche zu springen. Es geht bei ihnen offenbar vielmehr darum, (überhaupt) jemanden für Bettgeschichtchen zur Verfügung zu haben. Das ist verständlich, schliesslich ist der Aufriss ein anstrengendes, zeit- und geldintensives Unternehmen, das zudem ziemlich rezessionsanfällig ist. Während der Schuster also auch dabei willens ist, möchten die Leisten lieber aus dem Business aussteigen. Entweder, sie tun’s dann, oder sie rutschen langsam aber sicher in die Asexualität ab.

«Wie viel Sex ist denn überhaupt genug?», wollt ich von der Community des online Newsletters, der die Zürchernden so cool machen, wissen.

Die erste Antwort ist mein liebstes Votum zugleich. Sequelle, ganz pragmatisch, klammert den Lustfaktor gänzlich aus: «Nie ist zuwenig, zuviel ist, wenn’s gerötet ist und brennt.»

Das nenn ich Einsatz! Wie schon die Toten Hosen anno dazumal wussten: «Auch wenn es weh tut, rein muss er doch!» Daniel würd sich dem bestimmt anschliessen. Mit seinem neuen Ikea-Bett geht’s nämlich wie geölt: zählst Du noch oder f***** Du schon?

Herr Nebensatz äussert sich daneben viel genügsamer. «In einer Beziehung habe ich zweimal pro Woche Sex, und das finde ich toll. Habe ich keine Beziehung, habe ich so gut wie nie Sex, und das finde ich gar nicht toll.»

Ob er älter ist als 15?

Auch Nimmersatt Blake outet sich als Testosteronross. «Jeden tag, am Wochenende täglich zweimal.»

Ob das den Wünschen oder der (gelebten) Realität entspricht? So oft zum Zug zu kommen, wär ihm zu gönnen Aber bitte ohne Brennen, Rötungen und Vaginalmykose.

Lucid, bereits befreit von den Zwängen der Triebe, behauptet, Sex müsse eine gewisse Exklusivität behalten: «Täglich? muss ja furchtbar öde werden mit der Zeit…je nieer, desto besser.» Das gute daran, Schleimhäutchen und G-Punkt werden nicht abgewetzt und weder Schmerzenslaute noch Haushaltsgeld müssen auf dem Behandlungsaltar der Brazilian Waxerin geopfert werden.

Slomo bringt mit dem modus vivendi einen wichtigen Faktor ins Spiel: «Wie wird überhaupt gezählt? Zählt die ‹frühmorgendliche Halbschlafnummer oder letztlich nur das ‹Reinraus›?» (Ja, Slomo! Halbe Sachen sind doch immer beschissen.)

Der foren-lesende und forumsfragen-beantwortende Heindoof hat klug konstatiert: «Ich halte es so, falls ich jemals zu bloggen beginne, hab ich zu wenig.» Gut gebrüllt, Löwe.

Auch Rotzgöre findet meine Frage doof. Von Statistiken hält sie nichts, Strichleinlisten sind scheisse, es zählt einzig die Qualität. Dennoch (inkonsequent?) gilt für sie ‹persönlich› je öfter je besser. Weil sie aber grad Single ist (und offenbar total erfolglos), bedient sie sich gern auch ihrer zwei [sic!] Hände. Weiter so. Mal vüre mal hindere mal links mal rächts. Aber zählen tut’s trotzdem nicht.

Wer noch immer nicht schlauer ist, nehme Chouchous Antwort als Zollstock: «Ich find gut: bei jedem Treffen mit dem Partner (also 3-4 x pro Woche) plus am Wochenende und in den Ferien mehr, weil mehr Zeit.»

Astrologisch gesehen, würde sich für die drei bis vier Mal pro Woche Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag empfehlen. Und dann ist ja schon Wochenende.

Dass es dann wenigstens am freien Dienstag nicht mehr brennt, ist zu hoffen. Aber da kann der Apotheker vielleicht weiter helfen, oder ein Profi von der Dienerstrasse.

Fazit: Schlaue Erkenntnisse zu diesem Thema gibt’s keine. Ich arbeite deshalb gerade an meinem ersten populärpsychologischen Werk: Die Sex Diät – Wie SIE immer Lust hat – und ER die Stange hält.

Das Werk wird ziemlich kurz. Jojo-Effekt.

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The Fucker Phenomenon

Blog 14

Da hab ich neulich diesen unglaublich tollen Typen kennen gelernt. Genau meine Krawattenweite. Einer, nach dem man sich umdreht, wenn auch erst nach zwei Zweitblickreaktionssekunden. Dann war’s aber nicht nur der optische Liebreiz, sondern das Mensch war auch noch hinlänglich gescheit, ertragbar ökologisch, beachtlich hochkultursouverän und ebenso partypräsentabel, respektabel kinderaffin, erstaunlich intact-homed, zulänglich beziehungserprobt, passabel nichtvegetabil und tunlichst gutküssend. Und: welch seltenes matchmaking Killerkriterium: Er findet Prince genauso beschissen wie ich.

Und doch.

Und doch hat’s irgendwie nicht gereicht. Zusammen weg, am Tresen vom Volkshaus abstürzen, der erste Knutschversuch (während) in der Toilette auch ein Elchtest, am späten Samstagnachmittag in die Pampa im Fotomuseum an der Dark Side-Ausstellung rumlatschen, (je) vier Correttos im Ziegel au Lac in der Mittwochsmittagspause (drin natürlich, trotz schönstem Herbstsonnenschein) schlürfen. Sogar seine Schuhe (zumindest die geprüften drei Paare), waren soweit ok. Und da bin ich WIRKLICH heikel.

Und doch.

Und doch fehlte da was. Meine Mutter würd mich an die Fahnenstange hissen wenn sie wüsste, dass ich die fein geschliffene Zweikarätertrouvaille Dominic M. mirnix dirnix abgesägt hab, den fleischgewordenen Märliprinzen, das Swissdate aller Herzblätter.

Dafür hab ich mich Hals über Kopf in die Affäre mit Jacques J. gestürzt. Gefällt. Was für ein Typ.

Und was für ein fischglitschiges, wassermannwindiges, bindungsinkompatibles, gesellschaftsschädigendes Arschloch erster Güte, Migros Sélection (ohne Cumulus-Punkte), epochal.

Setzte man sie auf Waagschalen würde Dominic ungespitzt bis äne Tubak durchsinken und Jacques’ Kopf auf der Milchstrasse von einem SUV plattgefahren.

Und doch.

Und doch wär ich mit Jack-Ass nach Burkina Faso ausgewandert. Sans papiers.

Warum wählt Frau unabhängig von IQ, Alter, Hautfarbe, Füllfederhalterbrand, Fersenhornhaut oder Vorliebe für Taschentücher mit Kamillenbeschichtung im Zweifelsfall den Verderben bergenden – und bringenden – Darmausgang?

Dazu gibt’s selbstredend eine hübsche Palette populärwissenschaftlicher Thesen, insbesondere da die Frage auch die <Netten>, ewigen Zweiten unter den Y-Chromosomaten brennend interessiert. (Denen rat ich drum dringlich, sich unter die bereits Geschiedenen zu mischen, möglichst die mit Trabanten am Hals, die haben’s vielleicht gelernt.)

Eine Auswahl an Erklärungsmodellen für <The Fucker Phenomenon> (TFP):

These l: Psychogenetik. Frauen, stigmatisiert von tausend Jahren Gewaltanwendung, perpetuieren (unbewusst) die Opferrolle.

Lösung: keine. Kapitulieren und weiterleiden.

These ll: Autodiagnostik. Frau leidet (unverschuldet) an einem Konstruktionsfehler. Nix zu machen.

Lösung. Die Jungs, resp. die artigen, braven, netten, anständigen Langweiler müssen ran an die Töpfe, lernen, das ihrer Natur fremde <Eau de Cul> zu destillieren und damit Frau (unter dem olfaktorischen Deckmantel des Maliziösen) zu ködern.

(Ob das funktioniert, wag ich zu bezweifeln. Meine Gene riechen Wimps&Posers jedenfalls wie die Madenmarroni in der braunen Doppeltüte.)

These lll: Hybris chronica. Frauen sind defaultmässig besser und klüger. Und sie glauben (die eigene Morphogenetik projizierend) ans Gute in Gottes Geschöpfen. In der Annahme, <in des Arschlochs Tiefen die Perlen zu fischen>, quasi das Arschloch vom schnuckligen Biest zum biestigen Schnuckel disziplinieren zu können, irren sie hingegen (ausnahmsweise).

Lösung: keine. Auch für Dich nicht, Herzchen.

Zum Trost: das Arschloch hat immerhin Kaulquappen-Potential. Der fade Krötenkönig aber ist und bleibt ein Lurch.

These lV: Periodensystem der Hormone. Ein Arschloch riecht stierisch wie Stanley Kowalski, nach reinem 5 alpha-androst-16-en-3-one. Und: wo der Samen viele, sind der (potenziellen) Sprosse gar zahlreiche. Was Frau dabei gern vergisst: das potente Arschloch will möglichst zahlreiche Weibchen schwängern (oder wenigstens vögeln), um sich (oder zumindest sein Ego) maximal zu multiplizieren. Und: wenn der Arsch so unwiderstehlich selbstüberzogen stinkt, denkt sie an eine Korrelation von hoher Selbst-Konfidenz und groooossem Spielzeug. Und ist doppelt enttäuscht. Gross ist nur geplustert – und der Carrera-Bolide in Wahrheit ein fehlverpackter Märklin-Güterwagen.

Lösung: (einfach aber unästhetisch): Wäscheklammer auf die Nase – und das Arschloch stinkt und rottet unbemerkt alleine vor sich hin.

These V: Familienstellung (frei nach Hellinger). Die Wurzel des Übels ist nicht der (vermeintliche) Dreckskerl, sondern die eigene Mutter, der Frau mit dem <Traumschwiegersohn> selbst im heiratsüberreifen Alter noch gerecht werden wollen.

Lösung: Für Frau Mutter mittels Leasingvertrag eines dieser schnüsigen Bürschchen aus dem nahen oder fernen Osten einfliegen. Und selber mit dem Testosteronboss freudig und glücklich bis ans Ende der Tage wandeln.

Deshalb: doch.

Dominic M. musste abtreten.

Ach.

Ich glaub, es lag letztlich daran, dass er einen Golden Retriever hatte.

Und da bin ich etwas heikel.

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Nimmsiplies sucht den Super-Al-Fackatah.

Blog 13

Das Resultat des – meiner Ansicht nach kaumwiderstehlichen – Aufrufs, (die) Cochones zu zeigen, war, nun ja, wenn auch weniger zahlreich als erwartet, doch irgendwie noch unterhaltsam. Wahrer Mann ist rare Ware, scheint’s. Aber am Ende des Tages tut’s zum Glück ein einziges passables Exemplar.

Die versprochene (Zwischen-)Bilanz:

Prima vista dismissed mit BC(Body Count): 5 sind alle, die nicht kapiert haben, dass Sug Arbabe ≠ Dani Tonet, ich fungiere ausschliesslich als agens cuplens.

Wenig anzufangen war auch mit Frank(mit-k)s Erguss:

«Schweissbäche werden wie Tsunamis über deinen Körper rollen…»

Wessen Schweiss, bitte? Leidet der Mensch an einem Drüsenproblem?

Er scheint es selbst gemerkt zu haben. Selbstkorrektur des aka Franc(mit-c):

«Hier bin ich… [wieder] habe spanische Wurzeln und das entsprechende Temperament in allen Lebenslagen…[Lebenslagen? Temperamentvolle Knoblauchtapas?] liebe die Lust auszuleben [bis sie aus ist], hemmungslos, leidenschaftlich und ausdauernd… Möchte dich ja nicht in Stich lassen [da fällt das Stich-Wort!] und auch die CH-Männer nicht schlecht aussehen lassen… [Hä?] also, melde Dich für Weiteres… bin offen für Neues… ;o))»

Was mich anbelangt: klingt absolut überzeugend.

Der Unbekannte alias ‹arab-kam!› rät allerdings dringend ab:

«Hallo!!!, ‹…und ich hab das Temperament eines Vollblut-Arabers und die Lässigkeit eines kamerunschen Taxifahrers…› tut mir echt leid, Franc[mit-c] (und natürlich auch alle Spanischen Männer), echt, du bist zu geil für diese Welt…..würg, jetzt hab ich mich verschluckt. [Nicht an Frank(mit-k)s Schweissbächen, so hoff ich doch!]»

Spielt ruhig Gladiatorerlis auf meiner Site. Das tut gut, in einer überintellektualisierten Welt, in der nicht mal Profis mehr anständig Fussball spielen können.

Bilanz Facebook-Gruppe. BC: 7. Ernüchternd wenig Kreativität ist hier an den Tag gelegt worden. Etwas mehr Efford für Frau Nimmsiplies, Effendis!

Gestrichen sind auch die Zujungen (BC: 3), obgleich mangelnde Übung egalisierende Effekte zeitigen könnte. Aber: ich erinnere an https://danitonet.wordpress.com/2008/09/25/inho-und-der-kleine-mann/.

Andere Versatzstücke (BC: 2) fallen durch die Maschen, weil sie die goldene 40 bereits überschritten haben. Der «bekennende Cunnilinguist» hat zudem nicht kapiert, dass es ums Vögeln geht, nicht um’s – eben.

Raul (noch so ein Spanioggel?) klagt nicht über Begriffsstutzigkeit und scheint ein Mann von Tat. Oder zumindest Klartext. Und hat in der Schule Brecht gelesen:

«da fällt mir noch ein:

komm, sei mein Passagier

ficke, ficke, fick‘ mit mir.»

Danke, Raoul, sehr hübsch.

Mein persönlicher Favorit ist – Sandra:

«Ich hab auch so die eine oder andere Freundin, die langsam ‹verspinnwebt› [sic!] und hab mir ebenfalls schon Gedanken macht, wie man die wieder an den Mann bringt.»

Gelesen, Jungs? Da gibt es offenbar dutzende, wenn nicht hunderte Miss Nimmsipliesen auf den Strassen aufzugabeln, also Kopf aus dem Sand und die Fahne in den Wind.

Infrage kommt – wenn auch unter Vorbehalten – ein goldbehaartes Christenkind namens André.

«Hallo Kameltreiber, Beduinenjazzer und Windhosenjäger

What the f’oup’s is that wiederemol [Ein Ostschweizer. Oha lätz.] klingt sehr verlockend muss ja ne Hammerbraut sein… und die findet keiner, weil sie in der Wüste schwebt… kaum zu glauben, dass die hier versteigert werden soll… smile

However whatever ich geh zum Coiffeur und lass mir braune Chruseln aufkleben, damit meine Freunde ihren Kopf nicht hinhalten müssen…»

Aktueller Killer-Kandidat ist aber ‹Sultan Al Thom›. Keiner hat das Eloquenzgebot exemplarischer umgesetzt als er. Urteilt selbst:

«Salam!

(Er steigt von seinem Hengst herab; dieser schnaubt ein wenig.)

Man sagt, hier werde ein Maid aus purem Zucker geboten, die seit vierzig (in arabischen Zahlen: 40) Monden nicht mehr ihre Hände in stramme Pobacken gekrallt habe?

(Er hebt eine Augenbraue und guckt rhetorisch, falls man das überhaupt kann. Der Hengst tut es ihm überraschenderweise gleich.)

Gut. Ich bin Ihr Mann. Ich bin Spezialist für solche Fälle – ich bin sicher, der Ruf meiner Liebhaberqualitäten ist längst zu Ihnen gelangt?

(Wieder die Augenbraue, diesmal gähnt aber das Pferd.)

Perfekte Manieren. Aufmerksamkeit. Einfühlungsvermögen. Einfallsreichtum. Eloquenz. Grosszügigkeit. Gelassenheit. Endloses Körperfeuer.

(Zu den letzten Worten wiehert das Pferd und bäumt sich auf. Es ist nicht ganz klar, ob es dafür abgerichtet wurde.)

Ich habe hier ein Bild von mir. Lassen Sie es der geheimnisvollen Göttin zukommen. Und sagen sie ihr, dass Skaterboyphantasien etwas für Mädchen sind. Frauen haben keine Vorstellungen, sondern Ansprüche. [Wo er das wohl her hat?]

(Er besteigt den Hengst.)

(Er sprengt davon.)»

Mir wär’s zuviel Gepferdeflüster.

Zuviel Blabla überhaupt. Dem Pferd wäre vielleicht sogar der Vorzug zu geben.

Aber Sug Arbabe hat den Schleier spaltweit geöffnet.

«Liebe Dani

Dein Bote ist angekommen und hat mir die Nachricht des unbekannten Sultans überbracht. Ich bin verwirrt – wie kannst Du mich nach 40 Monden Einsamkeit direkt mit einem strammpobackigen Machthaber mit gelocktem (blonden) Haar konfrontieren? Dessen männlicher, testosterongetränkter Schweiss (mit leichter Kamelnote) selbst durchs anonyme Netz bis zu mir in die Einsamkeit der Wüste dringt und das ((villicht nümä?) umesuscht konservierte) Gänsehäutchen bereits auferstehen lässt?

Wie kannst Du meine in der Einsamkeit gleichsam revirginisierte Seele mit einem Liebesprofi konfrontieren?

Doch die Nächte werden kälter in der Wüste, der Wind herber und die Oasen stellen sich immer öfter als Fata Morganas heraus. Statt in die (nackten) Pobacken greife ich in nackten Fels, statt den Strom sprudelnden Rotweins trinke ich staubigen Sand.

Deshalb, liebe Dani: sollte man dem schönen Sultan mit Samtzunge allenfalls Einlass gewähren ins Jungfrauenzelt?

In Erwartung Deines weisen Rates,

Sug Arbabe al Fackatah ben Nimmsiplies»

Den weiteren launigen Verkehrsverlauf leg ich hier aus Platzgründen nicht offen.

Eine erste ‹Kamelwäägete› ist mittlerweil vereinbart worden und findet dieser Tage statt.

Und wenn sie danach doch nicht in die prallen Backen beissen will, steht Stella schon in der Schlange:

«Wenn Sugarbabe ihn nicht will: ich nehm’ ihn!!!!»

Auch gut.

Bloss: Was mach ich dann mit Frau Nimmsiplies? Auf die gute alte Einer-geht-noch-rein-Vodka-Apfelsaft-Tournee. Bis die letzten Selektionskriterien fallen. Wie man das halt so macht in Zürich.

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Haha, fuck you.

Blog 12

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Präambel in eigener Sache

Mehr Fakten zu Futurum (oder Fatum) von Sug Arbabe Al Fackatah ben Nimmsiplis’ Faktotum gibt’s nächste Woche.

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Wisst Ihr, was ich nicht besonders lustig finde?

Wenn Typen, die Chicks zuhause haben, andere Frauen mit billigen Sex-Sprüchen langweilen.

Was ich auch nicht besonders lustig finde?

Wenn Typen, die Chicks zuhause haben, mit anderen Frauen rumhantieren.

Was ich noch auch nicht besonders lustig finde?

Wenn Typen, die Chicks zuhause haben, mit anderen Frauen rumhantieren und ihre Kollegen dabei zu Zwangskomplizen machen.

Was ich gar nicht lustig finde?

Wenn Typen, die am Morgen aus meinem Bett kriechen finden, sie seien verlobt.

(Nun, so was vergisst sich verständlicherweise leicht über Nacht.)

Aber das ist eine andere Geschichte.

Svenja hat was mit Marc laufen. Marc hat definitiv auch was mit Svenja laufen. Davon weiss Sybille-Rita aber nix, denn es gilt als taktisch ungeschickt, die Frau, mit der man vor einem Monat zusammengezogen ist, derartig vor den Kopf zu stossen.

Und mit Sybille-Rita ist ja alles okay. Gut, sie ist nicht blond und auch nicht so schlank und eigentlich wär Svenja überhaupt der bessere Match. Aber Trennungen sind immer so unbequem.

Marc lässt seine Phantasien und Pfötchen aber nicht von Svenja und fährt die Mehrspur. Selbstzufrieden und egoschwanger.

Mit der sensiblen Nase des Defraudanten riecht er rasch, wenn Svenja kurz vor dem Absprung ist und wirft Zuckerwerk, nach dem sie in liebender Hoffnung kussmundet. Dabei geht Marc nicht besonders achtsam vor. Sybille-Rita hätte das eine oder andere SMS wohl wenig goutiert. Auch der kreative Brief in Form eines selbstgefalteten Origami-Vögelchens mit den Top-Ten Bücher-, Platten-, DVD- und Things-to-do-before-you-die (inklusive Sex (mit ihr) in der uniqen Abflughalle)-Listen wär eher disamusing gewesen.

Gefühlsbezeugungen sind immerhin nur cunnilingual erfolgt.

Obschon der Rest der Welt, parsprototoisiert durch Suzie und mich, uns einig sind, dass, wer sich wie ein Arschloch verhält, auch eins sein muss, verbeisst sich Svenja in die Wolle des Wölfchens.

Nach ein paar Wochen Techtelmechtel wird es Marc zu brenzlig und/oder emotional. Er zieht das Schnäbi ein und bricht den Kontakt ab.

Svenja löscht ihn aus.

Wenigstens auf Facebook.

Eins der legendären Zwischendrin-Dankandich-Denkanmich-SMS.

Svenja re-friendrequestet.

An der Verlobungsparty (Jaja, man muss die Feste feiern, solang der Krug noch in der Küche steht) von Svetlana F. und André S. schleicht man sich wieder über die Kreuzung. Svenja, infiziert mit dem Hoffnungsschimmervirus, fucking beautiful im neuen Stiefeloutfit auf der Matte, mutgetrunken für den worst case, was sich als bitternötig erweist, da Knacky Marc den ganzen Abend mit Sybille-Rita, Svenja the Curare-Pokerface knutscht. Blablahallihallo-Intermezzo.

Svenja’s Stilettos umzingelt von anderen Schlänglein.

Die Fete ist aus.

Abgang Svenja nach links.

Abgang Marc und Sybille-Rita, händchenhaltendlos.

Nächster Morgen, zehn Uhr. SMS-Alarm.

Ich hab mir gedacht, dass Du auch dort sein wirst. Dumme Konstellation. Hab mich trotzdem gefreut, dich zu sehen. Ausser Floskeln hatten wir uns nichts zu sagen. [Marc scheint klar zu sehen]. War das die Situation? [Marc fragt dumm. Ist dumm.]. Oder ist alles gesagt zwischen uns? [Marc wirft Feuersteine.] Rhetorische Fragen. [Marc lügt]. Jedenfalls warst Du super sexyschön anzusehen gestern Nacht. [Marc wirft Feuersteine und ist offenbar scharf].

Soweit das Facebook-Reporting vom Sonntagmittag.

Sechsunddreissig Minuten später. Reaxe Suzie.

HORNOCHSE. IDIOT. DUBBEL. WI****

Dreiundachtzig Minuten später. Reaxe Dani.

Kantonale Jagddirektion hat Schaf ‹JJ Zottel› zum Abschuss freigegeben. Petri Heil. Ich geh schon mal das Rotkraut pflücken.

Siebzehn Stunden später. Gegenschlag Svenja.

Marc findet abends einen Wisch an die (gemeinsame) Haustür geklebt.

Weisst du was? Fuck You. Ist zwischen uns alles gesagt? Ist zwischen Sybille-Rita und Dir (ausser Floskeln) alles gesagt? Soll ich etwas dazu sagen? Rhetorische Fragen?

Suzie facebookfreutsich.

Bang bang, he hit the ground, bang bang, that awful sound!!!

[Marc ist offenbar sauer.]

[Marc facebook-blockt Svenja].

Die Rache des Hörnlimannes, u-uhh.

Die Moral von der Geschicht?

Wer sich verhält wie ein Arschloch. IST ein Arschloch.

PS: Svenja ist heut happy mit Diego. Und Frauen sind eben doch die besseren. Männer.

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