Monatsarchiv: April 2009

Point Break.

\tough stuff hier. Ein harter Kampf. \dani gegen die indonesische Tastatur.

Auch die Uebertragungszeiten uebertreffen jeden noch so multiplen Orgasmus.  Doch dazu spaeter mehr. Der Blog macht grad Langzeitsiesta.

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Ein Kommentar

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Gänsefüsschen-Sex

Blog 33, 9. April 2009

Neulich wollt ich mein Keyboard von Hochkomma-Anführungszeichen auf die Gänsefüsse umpolen, um nervige Umwege zu sparen.

Ich mag Technik. Sogar sehr. Vor allem, wenn sie mit ‹i› beginnt, wie bei ‹Internet› und noch lieber ganz in weiss wie bei iMac, iPhone, iSex, iPod (in der Reihenfolge). Aber: das Zeug soll bittschön gefälligst autonom funktionieren. Und zwar 7/24, vom Innenleben dieser Dinger mag ich rein gar nix verstehen, dafür haben sich entsprechende Synapsen in den Hirnen anderer passender verlötet. Zum Beispiel bei Alex und Markus. Alex, ein guter Freund von mir, arbeitet in einer mac-optimierten Umgebung. Sein Gspänli Markus ist extrem bewandert in weltverbessernden Anliegen wie meinem, garantiert hat er sich als Düsentrieb seines Kantonsschulklassenzugs Sympathien erkauft, indem er Sharp-Taschenrechner mit illegalen Differenzialrechnungs-programmen für Idiotinnen gefüttert hat.

Wir haben uns letzten Winter an einem Promo-Anlass kennen gelernt und ich habe einen Stein in sein Brett gesetzt, indem ich einen der ausgestellten Laptops wegen eines lächerlichen halben Caipirinhas zum Totalabsturz gebracht hab.

Markus entspricht dem IT-Standard-Arbeitstyp glücklicherweise kaum, trotz kinnlangem Haar schaut er glücklicherweise leidlich aus, ist, kurzum, ein vitaler Typ, der auch auf Geox, TEWA und Birkenstock verzichten und die Schuhe unter dem Pult anbehalten kann.

Ich mail drum Alex meine typographischen Knacknüsse und der klemmt sich, wie sich das für einen Dienstleistungsladen gehört, sofort dahinter.

Von: Vukov, Alex

Gesendet: Mittwoch, 9. Januar 2008 09:34

An: Bärlocher Markus, Tonet Dani

Betreff: Gänsefüsschen

Ciao Markus

Das mit den Gänsefüsschen statt Bogensekunden; kriegst Du das irgendwie automatisiert hin? Dani Tonet lässt bitten, Du weisst schon, die vom iSushi-Event im September.

Alex

Von: Bärlocher Markus*
Gesendet: Donnerstag, 10. Januar 2008 16:25
An: Tonet Dani
Betreff: Gänsefüsschen

Belle Dame [registriere ich mit sanftem Erstaunen]

Wer sich Mühseligkeiten in Zukunft sparen möchte, kann sich die Arbeit von angefügtem Worddokument abnehmen lassen. Einfach öffnen und den Button klicken.

Your private helpdesk

Markus

< Datei: Gaensefuesschen.doc >>

Von: Tonet Dani

Gesendet: Donnerstag, 19. März 2009 17:14

An: Bärlocher Markus

Betreff: AW: Gänsefüsschen

Lieber Markus

Hat allerbestens funktioniert. Den Service-Level nehm ich als neuen Benchmark. Gut ist aus Dir kein gezähmter Amtsschimmel geworden.

Einen Kaffee hast Du Dir dafür verdient. Wie man hört, sind Eure Automaten sogar ganz passabel. Also ab mit Dir.

Dani «guillemetée» Tonet

Von: Bärlocher Markus
Gesendet: Montag, 23. März 2009 09:44
An: Tonet Dani
Betreff: Gänsefüsschen

Immer zu Ihren Diensten, Frau Tonet. A propos Service: ich muss gleich meinen 45jährigen Ford vorführen. Drücken Sie mir die Daumen (stellen Sie dafür das Drinkglas besser auf einer sicheren Unterlage ab).

vlg Markus

PS: der Kaffee war hervorragend. Danke für den Tipp.

< Datei: IMG_3654.jpg >>

[Das Attachement zeigt einen sich (allerdings vollständig angezogenen) auf einer silbernen Kühlerhaube räkelnden Markus mit Sonnenbrille. Hübscher Anblick.]

Von: Tonet Dani
Gesendet: Montag, 23. März 2009 11:21
An: Bärlocher Markus
Betreff: AW: Gänsefüsschen

Hopplaschorsch. Da drück ich doch liebstens kräftig zu. Vor allem, wenn ich mit dem Gran Torino zum Mittagessen abgeholt werde. Resp. zum Champagnerbrunch, ich bin nämlich erst grad aufgewacht.

Es grüsst Sie herzlich

Dani mit Bleigänsefüsschen

Von: Bärlocher Markus
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 13:24
An: Tonet Dani
Betreff: AW: Gänsefüsschen

Hurra! Hat geklappt – im zweiten Anlauf. Zum Mittagessen? Nee. Ich hole Frauen nur zum Znacht ab; die Kerzen leuchten dann schöner 😉

Grüessli

Markus

[Wenn er jetzt geschrieben hätte «das Kerzenlicht spiegelt sich besser in Deinen Augen» hätt ich diesen ohnehin schon leicht grenzwertigen Mailverkehr sofort abgebrochen.]

Von: Tonet Dani
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 13:30
An: Bärlocher Markus
Betreff: AW: Gänsefüsschen

Die non-existente Romantikerin ist verlockt. Bleibt zu hoffen, dass die Zündkerze nicht grad ausglüht. [Das war rein automechanisch gemeint.]

Das Foto hab ich übrigens eben bei flickr hochgeladen.

Und Du wirst wohl entweder von den Mister-Schweiz-Machern oder von Auto Motor Sport für den nächsten Weihnachtskalender aufgeboten, eventuell auch von beiden.

Von: Bärlocher Markus
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 13:35
An: Tonet Dani
Betreff: AW: Gänsefüsschen

Voilà – das hab ich jetzt davon…

Sag mir, wann ich Dich abholen soll, um Dir das wieder auszureden. Oder genügt die Drohung, dass das Zollzeichen-Killerprogramm einen saugefährlichen Virus enthält, der auf mein Kommando hin deine Festplatte slurpt?

Von: Tonet Dani
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 17:17
An: Bärlocher Markus
Betreff: AW: Gänsefüsschen

Abholen ist eine Frage der Destination. Während der Wagen zum weit fahren animiert, lockt die städtische Szenegastronomie zum nahe bleiben.

HD kannst Du gern geslurpt haben, wenn Du auf Bilder nackter Männer abfährst, vielleicht ist sogar ein Sujet für die Kühlerhaube dabei.

Von: Bärlocher Markus
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 17:29
An: Tonet Dani
Betreff: AW: Gänsefüsschen

… die Amtwort hast du dir aber lange überlegt! – ich entführ Dich natürlich gern zum Dinner.

Was darf’s denn küchenmässig sein? Indisch, thai, mexikanisch? Oder cool-konservativ ins Morgenstern oder Bederhof?

vlg Markus

PS: Parkplatzsuche in der City hat noch aus jedem Ausflug einen Road-Trip gemacht.

Von: Tonet Dani
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 17:31
An: Bärlocher Markus
Betreff: Erscheinungsbild Gänsefüsschen

Guten Morgen Cowboy

Bin grad absorbiert mit Zeugs, meld mich nächste Woche frischen Kopfes, ok?

PS: Bederhof find ich parkiertechnisch zu wenig anspruchsvoll.

Von: Bärlocher Markus
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 17:50
An: Tonet Dani
Betreff: AW: Gänsefüsschen

… ich wollt Dich nicht überrumpeln, gäll, Du kannst mich auch für eine (kleine) Spritztour [sic!] buchen (da wär ich zwar (ein wenig) enttäuscht, wär aber auch OK).

Ein schönes WE wünsch ich Dir.

Markus

Von: Bärlocher Markus
Gesendet: Donnerstag, 26. März 2009 18:17
An: Tonet Dani
Betreff: AW: Gänsefüsschen

Übrigens, falls der Kopf unerwartet früher wieder rein ist, hier meine private Mailadresse: mbaerlocher@gmail.com.

vlg Markus

Übers Wochenende hab ich mir einen Moment überlegt, ob Markus ein Mann ist, den man ‹für eine Spritztour› brauchen äh buchen und sich dann seiner – je nachdem, aber höchstwahrscheinlich – wieder dechargieren kann.

Indessen wär eine formelle Absage zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt für die Lösung künftiger Mac-User-Probleme äusserst unvorteilhaft.

… und auch sonst eine kleine Schande. Wenn ich an die Kühlerhaube denke.

Von: Bärlocher Markus
Gesendet: Samstag, 4. April 2009 17:50
An: Tonet Dani
Betreff: Spritztour

Ich weiss nicht, ob ich’s schade finden soll oder nicht, dass wir’s nicht bis zum Restaurant geschafft haben. Kompliment noch an die kreative Parkplatzfinderin.

Ich hol das mit der Einladung natürlich gerne nach (wann?).

Küsse

Markus

PS: der alte Ford hat sich ganz gut gehalten, find ich. Ich hab zumindest noch keine bleibenden Schäden entdeckt.

* Name der Redaktion wohlbekannt.

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PärliGroove – Glück gegen Geld ((Ich bin übrigens auch eine Facebook-Gruppe))

Blog 32, 2. April 2009

An Experimentierfreudigkeit mangelt mir nie. Gänzlich im Dienste der passiv-aktiven Allgemeinheit hab ich mich mehrfach ohne Rücksicht auf (eigene) Verluste im Zürcher Nachtleben kielholen lassen und dabei Schnäbigrössen studiert, hab aufopfernd online gedatet, mit paarungswilligen Perversen unterschiedlicher Dienstgrade gechattet und einen Beinahminderjährigen beim Wixen unterstützt. Von da ging‘s ungebremst weiter, über Swissdate zu Flirt-Kino-Event und Speeddating.

Desillusioniert (aber noch nicht entmutigt) hab ich mich an einen neuen Selbstversuch gewagt und das Kuppelangebot von ‹Das Haus›, dem Schuppen an der Langstrasse, in dem man all-in-one hübsche Höschen posten, mit Kafi bekleckern und im Anschluss im Kellergewölbe gleich noch schweissräuchern kann, ausgecheckt.

«Find your Schatz Afterwork» heisst die noch junge monatlich dienstagabends stattfindende Brause. Die Schatzsuche startet bereits um 6 pm, was vorteilhaft scheint, denn man kommt

a) früh ins Bett (schliesslich ist erst Wochenanfang) und ist

b) rechtzeitig zum Spielfilm wieder zuhause (falls das Ganze als weiterer Flop kristallisiert).

Nundenn. Mütze auf und quer durch den Regenwind, ist ja gleich ums Eck. Weil ich um die Zeit meist noch nicht allzu lang wach bin, treffe ich eineinhalb Stunden verspätet am locus delicti ein. Die Membercard braucht‘s diesmal nicht, heut sind Hinz und Kunz mit Herz willkommen. Abgetaucht in einen mit dicken Hoden und reifen Eizellen gefüllten Keller.

Seerosen auf Monet’schen Teichen gleich floatet hier und da ein Geschöpf im Raum, sitzt hier und da ein loses Konglomerat von Leben auf einem Chesterfield-Lounge-Floss. Die Atmosphäre erinnert an eine Geburtstagsparty erwachsener Agglos. Niemand tanzt. Niemand flirtet (oder höchstens auf einer telepathischen Stufe), die Stimmung ist ruhig bis leicht depressiv.

Neuankömmlinge beiderlei Geschlechtsteile werden mit aufflackernder Aufmerksamkeit analysiert, sowohl bei Des- als auch bei Interesse aber versinken die Blicke rasch in den durchsichtigen Flüssigkeiten oder gründeln im Bierschaum weiter.

Dabei gäbe es doch so viele verbindende Elemente! Sind wir nicht alle mit (beinahe handtellergrossen) grünen oder roten (Achtung, vergeben!) Punkten geschmückt? Hans und Heiri haben Farbe bekannt.

Aber die (von einer ‹Masse› zu reden wäre inadäquat) Wassermauerblümchen bewegen sich kaum, das Ganze präsentiert sich – trotz leidlicher musikalischer Untermalung – als ausserordentlich statische Angelegenheit. Ich ziehe eine Runde durch die Blumenbörse, erhasche den einen oder anderen sehnsuchtsvollen Blick und denke: «Dauerabo im Parkhaus vom Tivoli Spreitenbach schon erneuert?»

Soviel zum Erfolg der städtischen Integrationspolitik.

Ich kapier‘s echt nicht. Grün überpunktet rot bei weitem. Heisst: man ist (resp. wär) hier in Jägerlaune und in Beuteschaftsmodus. Und doch wird getan, als wär man zufällig hier reingefallen und hätt sich aus purem Masochismus grün geisseln lassen.

Ich hab zum Glück mein Blind-Date vorreserviert, bin drum (Pustekuchen!) feinst raus und muss mich nicht bücken, um die unterste Schachtel der Restposten zu durchwühlen.

Da stehen sie bereit: Nina, Jeanne und Madame Sangroyal. Nina recherchognosziert in halboffizieller Mission für eine unleicht vermittelbare Kollegin. Sie hat die Hansen und Kunzen in vergangenen Viertelstunden allesamt vorgekostet und zeigt sich äusserst unbefriedigt. Jeanne mit dem blonden Pferdeschwanz ist schlichtweg umwerfend, nicht nur, weil sie gleichzeitig masturbieren und Take That reinziehen kann. Und in Mademoiselle Duchesse de Ménars hab ich mich gradwegs ein Biz verknallt.Le quartet inférnal est complet.

Einig über den Grad der Töte dieser Hose ziehen wir uns ins Sansibar zurück. Die grünen Sticker werden lippenstiftgeküsst dem Toilettenspiegel vermacht. Die Adams sind vergessen, runtergespült mit Vodka Lemon.

Wohlbehalten zurück im trauten Heim, (ohne Glied, aber auch ohne la Duchesse mit dem supersexy Wimpernsatz), grüble ich über den abverreckten ‹Event› nach.

Folgende Schlussfolgerungen lassen sich ziehen:

  • Aargauer sind stinkelangweilig.
  • Zürcher auch.
  • Event-Promo in 20Minuten zieht äquivalentes Publikum an.
  • Dienstag ist kein Dating-Tag.
  • Sich einen Punkt an den Körper kleben ist herabwürdigend.
  • Non-Sigles haben an Single-Feten nichts verloren.
  • Find your Schatz› ist ein Flop. (Und ein bescheuerter Brand.)
  • Speedflirting ist mindestens gleich beschissen. [https://danitonet.wordpress.com/2009/03/25/7-minuten-weg-vom-gluck/]
  • Internet-Partnersuche ist Waste of Lifetime
  • Pisst’s heute ist das Allerletzte [https://danitonet.wordpress.com/2009/01/08/matchmaker-rainmaker/]

Fazit: es gibt eine grosse potenzielle Zielgruppe für Paarungsanlässe. Aber die Kuppelchose muss schlauer aufgegleist werden.

Deshalb gründe ich eine Spielgruppe: Per sofort kann man sich für Projekt ‹PärliGroove – Glück gegen Geld› auf Facebook um die vakanten Stellen des CFO, COO, CIO, CMO und CTO bewerben.

Wer will mit?

Der Link: http://www.facebook.com/home.php?#/group.php?gid=67501873671&ref=ts

Let’s get this fucking started.

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