Teufelsconnection

Blog 76, 8. April 2010

Da stöckelt unsereins neulich nichts Heilvolles ahnend an einer Tramstation vorbei und – tataaa – DA IST ER. Ein Traumprinz. Mein Gott. Nicht aus Zamunda, aber von einem anderen fernen Ort entstammend, wo sie dunklere Hauttöne mit royalroten Gewändern tragen. Dachschrägengleich sind ihre Throne. Schmelzseimein!

Und er, der Königssohn, sucht eine Gattin sich! Wie anrührend! Wie unendlich romantisch! Wie vorbestimmt wir uns doch sind, ja sein müssen, spühre ich im Moment unserer ersten Begegnung, er, auf Papiere wartend, ich in warmem, heissen Fleisch und Blute.

Wie engelssohnig und teufelsneffig er mich anschaut, von seiner erhabenen, erhöhten Position, knappe elf Zentimeter über meinen Augen am Tramfahrplan angeklebt, von liebenden, liebevollen Händen! Sofort macht mich seine Wortgewandtheit zur Seinen, für ewig, noch ohne dass ich seinen Blick auf mir spüren, seinen Atem an meiner Brust, seine Worte in meinem Ohr vernehmen müsst‘.

Menschheit! Wer könnt hierbei widerstehen!

«bemerken sie für die schweizerischen frauen

Hallo bin ich ein sriklankischer Junge sudath daminda 29 Jahre alt, hit5-9 nie geheiratet, ich bin Teufel Mädchen von Schweiz []18-35] besser
*honest geneiratete Lebendszeit!!!

connet-sudath.daminda@yahoo.com
–00393206330213
»

Mein Preziöschen! Lass mich zu Dir gelangen! Oder daher zu mir!

Ich fliege heim, mir meinen Abgott, meinen Hektor sofort zu sichern. Mühelos fliessen mir die Worte direkt vom Herzen in die Tasten. Sudath! Wie süss hast Du Dein Mail verstümmelt, für mich alleine nur war es bestimmt, connet-sudath statt Contact: sudath, wie weise vorausschauend, wie elegant auf meine Intelligenz vertrauend, oh wie lieb ich Dich, Sohn des Tamil, Tiger verwaister, kriegsblutender Sandstrände!

Das schreib ich ihm, meinem dem einzigen, über alles verehrten, verlangten, begierdeten Rotleib mit der herrschaftlichen Air, dem rosa Daumen, der gestrengen Haltung, dem erlesenen Mimenspiel.

«Sudath!
ich mag dein inserat, an tramstation hängen littering.
ich 31, aber jünger im blick. wie schweizerischen frauen immer, nicht du.

früher ich ass in restaurant indisch. hiess das „govinda“.
reimt schön mit davinda!

ich ass govinda
ich lieb davinda
will viel kinda
goss hinta binda

und:  ich auch „teufel mädchen“
wir gut passen.

wie machen weiter, honest?
lebendszeit schnell weg!

Für immer Connet
Dein Dani Tonet


PS: hit5-9 = dein k.o.-rate?»


Noch hat seine Antwort nicht zu mir gefunden ihren Weg, den sandigen, durch den Dschungel seiner Liebe (oder seiner Brusthaare).

Ich aber plange auf ihn, tag und nacht, qualvoll auf den Knien seines endlichen, endenden Erscheinens harrend. Oh, mein Sudath!

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Life, Sex, Relaltionships & Stuff

2 Antworten zu “Teufelsconnection

  1. coquito

    himmel, dani. ist es wahr? satyr und psyche, engumschlungen auf immerdar? lass uns bezeugen der paradiesschen vermählung, schatz. siempre sei tuya amor!

  2. Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll…
    Hate Sudath nock eine Bruder?

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